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Über Europa

Angesichts der vielen Krisen, die Europa gerade zu bewältigen hat, finde ich es interessant, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Ein großartiger Anfang ist diese Folge von WRINT mit Matthias von Hellfeld über die Speaker-2-icon Geschichte Europas, aus der ich viel mit genommen habe.

europa

Relativ neu ist eine Folge in der Herr von Hellfeld über die Speaker-2-icon Gründung Preußens berichtet. Neu war mir, dass Preußen neben ausartendem Militarismus noch andere, positivere Errungenschaften sein Eigen nennen konnte.

Eine weitere Sendung mit von Hellfeld, die sich Thematisch anschließt , behandelt Speaker-2-icon das 19. Jahrhundert über den Aufstieg der Nationalstaaten, den Nationalismus und wie er zum ersten Weltkrieg und dieser dann zum zweiten Weltkrieg führte.

Diese Zeitraffer-Europakarte illustriert sehr gut, was Europa in den letzten Jahrhunderten für ein Irrenhaus war:

Soviel zur Geschichte, kommen wir zur Gegenwart: Tim Pritlove produziert für die Heinrich-Böll-Stiftung eine Podcast-Reihe namens Speaker-2-icon Fokus Europa. Hier geht es mehr um aktuelle Themen und geht sehr ins Detail, das ganze ist also eher für die Interessierten.

Ich bin Ausländer

Aus gegebenem Anlass reihe ich mich ein in die Stimmen gegen den widerwärtigen Hass des braunen Pöbels, der zurzeit die Medien beherrscht. Leider kann ich aufgrund geografischer Hindernisse nicht mehr beitragen zu dem solidarischen, toleranten und hilfsbereiten Deutschland, dessen ich mich nicht schämen müssen will.

Free hugs?

Das zuvor erwähnte geografische Hindernis ist der Atlantik, denn ich lebe zu Zeit in Kanada. Das Ganze ist für mich ein Abenteuer, eine Herausforderung. Ich werde belohnt mit der gastfreundlichen Art, ich profitiere von der Liebe zu gutem Essen und Trinken, der Musik und der Kunst, die so anders und unbeschwert gelebt wird. Ich bewundere und genieße das Leben nahe der Natur, einer gigantischen, wilden und oft unberührten Natur, wie es sie zu Hause in Mitteleuropa seit mindestens 1000 Jahren nicht mehr gibt. Die Familie und Freunde meiner Freundin empfangen mich mit einer Offenheit und Herzlichkeit, die nicht für möglich gehalten hätte.

Trotzdem, es kehrt der Alltag ein, die Urlaubsstimmung der ersten Wochen verfliegt, ich denke an Freunde, Sprache und Kultur, die ich für ein paar Jahre zurückgelassen habe. Es vergeht kaum eine Woche, in der ich mich -wenigstens für ein paar Stunden- zurückwünsche zu meinem mürrischen Dönermann an der Ecke, den brummenden Menschenmassen sommerlicher Festivals und vor allem zu meinen Freunden, die verstehen, wenn ich eine Fernsehsendung aus der Jugend zitiere, die denken wie ich, und mit denen ich erlebt habe, was mich prägte, was uns zusammen zu dem machte, was wir sind.

Ich denke an das und fühle mich schwermütig. Schwermütig, weil ich nicht alles Gute zur gleichen Zeit haben kann. Wie verdammt widerlich privilegiert ich bin, im Vergleich zu denen, deren Heimat in Trümmern liegt, beherrscht von einer wahnsinnigen Mörderbande. Deren Freunde vielleicht unter diesen Trümmern liegen, oder auf dem Grund des Mittelmeers. Die in Deutschland wenige offene Arme vorfinden, bestenfalls offene Turnhallen, und deren Weg in die Normalität noch lang sein wird.

tl;dr: Ich verließ meine Heimat unter den besten Voraussetzungen, und für mich ist es oft schwer. Wie schwer muss es für Kriegsflüchtlinge sein?

Heute schon geschämt?

Praktikanten/Azubianwerberapvideos

Irgendwann, 20 Jahre nachdem Hip Hop den Durchbruch in den Mainstream geschafft hat, wachen die ewig gestrigen Firmenchefs der ewig gestrigen Branchen auf. Die junge Generation, die im ungezügelten Kapitalismus groß geworden ist, ist trotz neoliberaler Indoktrination nicht gänzlich frei von Ideen wie Individualismus, Lebenserfüllung oder Moral, und würde daher gerne spannende, weltbewegende Arbeiten finden, vielleicht sogar was „Gutes“ tun wollen. Auf den Beruf des Anlageberaters trifft das nur bedingt zu. Die ewig gestrigen Chefs rufen also in PR-Agentur XY an und erklären, dass die die Jugend aktivieren wollen, und  da gäbe es doch so eine neumodische Musik, Rapmusik, die sei der letzte Schrei, da könne man doch was mit machen.

Hip Hop Sucks

Was jedenfalls am Ende herauskommt, sucht an Peinlichkeit seinesgleichen, außerdem greift es maximal an der Zielgruppe vorbei direkt ins Klo.

Ganz oben ist der inzwischen memetische Sparda-Rap. Aua.

Andere Firmen wie zum Beispiel BMW nehmen da mehr Geld in die Hand, und verschleudern es für ein Video, das -sagen wir mal- leicht unter Durchschnitt und  Budget anderer BMW-Werbespots angesiedelt ist, und bei einigermaßen klar denkenden Leuten nur Kopfschütteln hervorruft.

EDEKA schickt gleich zwei Videos ins Rennen, um den zugegebenermaßen recht prestigelosen Job des Supermarkt-Clerks zu neuem Ansehen zu verhelfen. Qualitativ liegt EDEKA weit über der Spardabank, nur ist das völlig Egal, denn ob ich etwas gut oder schlecht mache, ändert wenig an der Peinlichkeit des ganzen.

Man könnte sich natürlich vorstellen, dass Agentur XY sich über die viralitätsfördernde Wirkung von Peinlichkeit bewusst war, und dass man ja nicht nicht-kommunizieren kann undsoweiter. Mag sein. Bei mir schlägt’s nicht an.

The Deflation of Smaug

Ich habe den Hobbit gesehen, La Désolation de Smaug. Französisch also, so dass ich von den Dialogen der leicht lächerlichen Quäkstimmen nicht viel verstanden habe. Nicht schlimm, die Optik hat Großteils gestimmt, und von der Story, die 300 Seiten Kindergeschichte auf neun Stunden Film aufbläst, hatte ich eh nicht viel erwartet. (Dazu: schöner Verriss des ersten Films). Smaug

Was mich tatsächlich mehr beschäftigt hat:

Der Drache Smaug schläft auf -beziehungsweise in- einem Berg aus Gold, schätzungsweise h = 30 m hoch. Nehmen wir an, der Berg sein ein Kegel (Stichwort Schüttkegel) mit 30° steilen Hängen, so kommen wir auf einen Radius der Grundfläche von

r = 30 m / tan( 30°) = 52 m

Damit ergibt sich das Volumen des Kegels auf

V = 1/3 * π * r² * h = 84949 m³

Wenn wir die Schüttdichte der Goldmünzen mit rund 50% annehmen, und die Dichte von Gold  (19,3 g / cm³ oder 19,3 t / m³) einsetzen, so erhalten wir die Masse des Goldes:

m = 84949 m³ * 19,3 t / m³ * 0,5 = 819755 t

Die riesige goldene Statue des Zwergenkönigs, die so aussieht, als wäre sie mit einem C64 gerendert worden, schätzen wir mal grob als Quader von 20 m Höhe, 7 m Breite und 5 m Tiefe. Die Statue ist natürlich massiv, allerdings innen flüssig ( Gold ca. 19,3 t / m³ bei 20° C! ), was wir hier mal vernachlässigen. Die Gesamtmasse des Goldes M im Berg liegt also grob über den Daumen bei:

M = 819755 t + 20 m * 7 m * 5 m * 19,3 t / m³ = 833265 t

Dieses Gold hätte in unserer Welt bei aktuellem Kurs einen Wert von:

833265 t * 1239 US$ / 31,1 g = 833265 * 10^6 g * 1239 US$ / 31,1 g = 3,32 * 10^13 US$

Das entspricht ca. 2,42 * 10^13 €, anders ausgedrückt: 24,2 Billionen Euro

Klingt toll, ist es aber nicht. Tatsächlich wurde die erste Wirtschaftskrise der Menschheit durch die Goldmassen verursacht, die man im 16. und 17. Jahrhundert den abgemetzelten Inkas und Ihren Leidensgenossen in Südamerika geraubt hatte.

Zurück nach Mittelerde:

  1. Mittelerde ist nicht irre groß, man es kann zu Fuß in einigen Wochen durchqueren, und das trotz tödlicher Gebirge und verzauberter Wälder.
  2. Mittelerde ist auch nicht irre dicht besiedelt, jedenfalls sieht man recht selten urbane Ballungsräume in den Filmen.

Vorsichtig geschätzt hat Mittelerde maximal 4 Millionen Einwohner. Wenn nun also das Gold aus den Höhlen Erebors zurück in den Wirtschaftskreislauf kommt, würde wahrscheinlich das selbe passieren wie in Europa im 16. und 17. Jahrhundert, wahrscheinlich würde Gold als Zahlungsmittel unbrauchbar, weil man selbst für einen Krug Bier im Tänzelnden Pony oder einen Streifen Kaugummi an der Tanke ein Pfund Gold rumschleppen müsste. Grober logischer Fehler, wenn Ihr mich fragt…

homo phobic|us

Mein Senf zu diesem Spiegel-Online-Artikel:

Viel Leute in Frankreich finden es schlecht, wenn Paare gleichen Geschlechts Kinder adoptieren dürfen. Überhaupt finden sie Paare gleichen Geschlechts scheisse. Einige von ihnen sind Polizisten, und tun das, was so viele Polizisten auf der ganzen Welt so gerne tun: Leuten mit liberalen, menschenfreundlichen Ansichten ein Paar auf’s Maul zu geben.
Paar Auf's Maul

 

100.000 Französinnen und Franzosen gehen auf die Straße, um sich dafür auszusprechen, dass Kinder lieber ohne Eltern aufwachsen, als mit zwei Vätern oder zwei Müttern. Sie sagen, das sei schon immer so gewesen, außerdem gehöre sich das so, und überhaupt müsse man ja mal an die Kinder denken, was die durchmachen müssten!

Wäre ich noch Kind, hätte ich vermutlich lieber ein liebevolles, interessiertes, gleichgeschlechtliches Elternpaar als einen hetero-Vater der mich im Suff verprügelt und sich sonst einen Dreck für mich interessiert.

Die Leute argumentieren in der Regel entweder pseudo-wissenschaftlich biologisch:

„…können schon ja technisch keine Kinder zeugen!

und schließen irrtümlich daraus, dass die technische Fähigkeit, Kinder zu zeugen einen Zusammenhang mit der Fähigkeit hat, diese auch erziehen zu können.

…oder aber es wird mit kirchlichen Dogmen „argumentiert“:

„…Gott will nicht dass…, sonst hätte er…“

Dabei vergisst der Fundi-Chist, dass er mit der selben „Argumentation“ unfruchtbaren Paaren eigentlich auch die Adoption von Kindern verbieten müsste, denn offensichtlich hatte Gott etwas dagagen, dass sich dieses Pärchen reproduziert.

Verlassen wir die schizophräne Gedankenwelt religiöser Fanatiker und schauen uns im täglichen Leben um: Es gibt alleinerziehende Elternteile, die in der Regel auch nur ein Geschlecht zur Zeit haben, deren Fähigkeit zur Kindererziehung aber keiner prinzipiell anzweifelt. Auch wachsen Kinder bei ihren Onkels, Tanten oder Großmüttern auf, und mit ihren Brüden und Schwestern. In der Praxis sieht es also so aus, dass eine wie auch immer geartete, sozial intakte Gruppe ein gutes Umfeld zum erwachsen werden sein kann.

Es ist alarmierned, dass sich heutzutage mitten in Europa, wo es wahrlich genug Dinge gibt, gegen die zu protestieren sich mehr anböte, eine riesige Meute mit einer Menschen verachtenden Denke aus dem Mittelalter durch die Straßen zieht.

Nachtrag: Auch schön gesagt…

Israel International

Für denjenigen, der mehrmonatige oder mehrjährige Reisen in seinem Lebensplan unterbringt, mag das nichts neues sein, mir war es neu. Man trifft bemerkenswert viele Israelis in den frühen zwanziger Lebensjahren auf seinen Reisen. Wenn man bedenkt, dass Isreal gerade mal halb so groß ist, wie die Niederlande (unsere Nachbarn sind übrigens auch sehr reiselustig) und weniger Einwohner hat, als Shenyang, gerät man leicht in Staunen. Die Gründe dafür sind jedoch so logisch wie einleuchtend: Israel hat eine Wehrpflicht von drei Jahren für Männer und zwei Jahren für Frauen. Nach dem Kriegsdienst machen sich die jungen Isrealis bis auf wenige Ausnahmen daran, in einem Jahr möglichst viel Geld zu erarbeiten, um dann die Welt zu bereisen. Die kulturell weniger interessierten zieht es dann zum Beispiel nach Goa, wo sie sich gepflegt mit Drogen zuknallen. Die kulturell interessierten bereisen vor allem Südostasien oder Südamerika, denn die Nachbarländer Israels scheiden für sie als Reiseziel zu hundert Prozent aus. Hier gilt, wie zum Beispiel auch für Malaysien, Einreiseverbot für Einwohner Israels. Übrigens: Wenn man ein harmoniebedürftiger Mensch ist, sollte man vorsichtshalber keinen kritischen Diskurs zur Gründungsgeschichte Israels mit ihnen beginnen.

Auch wenn sie es nicht lesen können: vielen Dank an Mor und Amir für diese interessanten Einblicke und die angenehme und spaßige Reisebegleitung!

Staat und Banken

Ich habe mir eigentlich vorgenommen, nichts über Dinge zu schrieben, von denen ich keine Ahnung habe, aber wenn ich das hier richtig verstehe, passt es wohl in die Kategorie Sind-die*-eigentlich-korrupt-oder-bescheuert:

Im Telepolis-Artikel über Geld (II) steht folgendes:

[…] Eine Bank kann sich also 1.000 Euro für 1% von der EZB leihen, kriegt vom Staat 2,5% Zinsen und macht 1,5% Zinsgewinn. […]

Da stellt sich unweigerlich die Frage, warum der Staat seine Schulden nicht direkt für 2,5% – oder gar zu einem niedrigeren Zinssatz – bei der EZB aufnimmt oder warum er sich nicht wenigstens über einen öffentlichen Staatsfinanzierer wie die KfW refinanziert, deren Gewinne ins Staatssäckel zurückfließen? […]

Rund 40 Milliarden Euro (mit steigender Tendenz) muss der Bund Jahr für Jahr für den Zinsdienst bereitstellen. […]

(Ich vermute, der Auto wollte sagen, dass sich die Banken auch mehr als 1000 Euro leihen können.)

Der Fiskus drückt also jährlich einige Milliarden völlig unnötig an die Banken ab. Demzufolge verdienen diese Banken auch kräftig daran, wenn der Staat fleißig Kredite aufnimmt, um zum Beispiel… Banken zu retten! Wie praktisch!

Jetzt mal ein kleines Rechnerisches Laienspiel: Nach dieser sehr informative Seite zahlt der Bund jährlich für Bundesanleihen, Bundesobligationen und Bundesschatzanweisungen (die sich vor allem in der Laufzeit unterscheiden)

25,1 + 5,4 + 2,7 = 33,2 Milliarden Euro an Zinsen.

Das hieße Schlimmstenfalls, das der Bund nach obigen Zahlen ca 20 Milliarden Euro den Banken überlässt, ohne dass sich mir ein Grund dafür erschließen würde (mal abgesehen von dem recht unwahrscheinlichen Fall eines deutschen Staatsbankrottes…)

Vielleicht kann es mir jemand erklären?

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*) die, hier verwendet als sogenanntes Verschwörungstheoretiker-die, einer Unterform des Demonstrativpronomens, das soviel heisst, wie die Konzerne, die Machthaber, die Verschwörer oder einfach: die Bösen.

Kill the Messenger!

Die Welt bläßt zur Treibjagd auf Julian Assange stellvertretend für Wikileaks. Aus politischem Druck oder (noch schlimmer) vorrauseilendem Gehorsam wollen alle die Überbringer der brisanten Informationen stoppen:

  • Amazon kündigt Server-Dienstleistung für Wikileaks
  • Visa und Mastercard sperren Wikileaks-Konten (Das Jugendmagazin des Ku Klux Klan kann man Beispielsweise weiterhin mit Mastercard bezahlen)
  • Paypal beschlagnahmt eigenmächtig 10.000€ der Wau Holland Stiftung, die in Deutschland zweckgebunden Spenden für Wikileaks sammelt (die Stiftung hat geklagt)
  • Eine Schweizer Bank kündigt Julian Assange aus fadenscheinigen Gründen sein Konto (in der Schweiz ist man ja bekanntlich wählerisch, was die Bankkunden angeht…)
  • So wie es aussieht, lässt auch der Dienst Twitter das Thema Wikileaks nicht auf seiner „Top-Topics“-Liste auftauchen.

Dazu kommen noch unzählige etablierte Medien, die im einen Artikel über die Enthüllungen von Wikileaks berichten, und sich im nächsten darüber aufregen, dass man solche Informationen ja nicht veröffentlichen dürfe. Ob das primitiver Neid der nicht-eingeweihten Redaktionen ist, oder eine grundsätzliche Unkenntnis der Idee der Demokratie*, kann man schwer sagen. Wahrscheinlich sieht sich das zentralistische Medienwesen bedroht von Wikileaks und Blog-Schreibern mit journalistischem Anspruch.

Julian Assage hat sich kürzlich gestellt, um zu den Vergewaltigungsvorwürfen Stellung zu nehmen. Natürlich freuen sich die USA über das Ende der „Verbrecherjagt“. Dass gegen Julian Assange in den USA keine Anklage vorliegt, stört wenig. Sollte er ausgeliefert werden, könnte man Ihn offiziell als Terrorist deklarieren, und die bekommen in den Staaten bekanntlich sowieso keinen Gerichtsprozess.

*)…der Demokratie, deren fester Bestandteil doch eine Aufklärung des Volkes über die Fakten sein muss, damit dieses souverän entscheiden kann. Oder hab ICH da was falsch verstanden?

Nachtrag: Allerdings scheinen doch nicht ALLE wahnsinnig geworden zu sein: Australien sagt konsularische Hilfe für J.A. zu, und die FDP kritisiert die USA für die Einschränkung der Pressefreiheit.

Wikileaks: Prost!

War es richtig von Wikileaks, die diplomatischen Depeschen der Vereinigten Staaten zu veröffentlichen?

Craig Murray, ehemaliger britischer Diplomat bringt es auf den Punkt:

[…] Those who argue that wikileaks are wrong, believe that we should entrust the government with sole control of what the people can and cannot know of what is done in their name. […]

Raise A Glass to Wikileaks“ November 29, 2010

Aha! Dokumentarfilme

Falls Ihr euch jemals gefragt habt, wie es zusammenpasst, dass einige Dokumentarfilmer, die unter anderem an der brutalen, markwirtschaftlichen Weltordnung herumkritisieren,  gleichzeitig ihre selbstlose Botschaft für eine bessere Welt nur denjenigen zur Verfügung stellen, die das Geld für die DVD oder den Kinobesuch aufbringen können:

Ich stieß gerade auf diese Seite, die Dokumentarfilme mit Einverständnis der Rechteinhaber (jedenfalls schreiben sie das) frei zur Verfügung stellt. Hut ab vor den Rechteinhabern. Das riecht gefährlich nach Idealismus, macht sich aber sicher auch gut im Glaubwürdigkeitsportfolio für zukünftige Produktionen.